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Chat der Welten: das Carlo ist Preisträger

Spanisch-Schüler/innen gewinnen den dritten Bundespreis bei "Bridge it!".

Zusammen mit Vertretern des Kultusministeriums, der Universitätsstadt Tübingen und des Regierungspräsidiums durften wir kurz vor den Sommerferien den Brigde it! Award entgegen nehmen.

Unsere Schule, als Pilotschule für das Projekt Chat der Welten, bekam den dritten Bundespreis in diesem Wettbewerb, in dem es – wie der Name schon sagt - um das Brückenbauen zwischen den Ländern des globalen Südens und Nordens geht.

Seit dem Schuljahr 2015/16 führen wir in unserem Spanischunterricht dieses Projekt durch. Die Idee ist, dass unsere Schüler mit einer kolumbianischen Klasse chatten und sie sich so kennen lernen und mit der Zeit auch über Themen wie Fair Trade, Kinderarbeit, Umwelt, usw. ins Gespräch kommen. Insgesamt soll es auch darum gehen, Stereotypen zu erkennen und in Frage zu stellen. Die Projektsprache ist dabei Spanisch. So wenden unsere Schüler ihr Spanisch an und erhalten gleichzeitig einen lebensnahen Zugang zur Landeskunde Lateinamerikas.

Als Preis winkte unserer Schule die Teilnahme an einer Schülertagung der zehn besten am Wettbewerb teilnehmenden Gruppen. Diese fand im Mai 2017 in Brandenburg an der Havel statt. Trotz mancher Bedenken, es könne sich dort um eine Ansammlung von „Ökos“ handeln, entwickelte sich schnell ein gutes Gruppengefühl und die Schüler genossen es sichtlich in diversen Konstellationen ins Gespräch zu kommen. Motto der Tagung war „Change agents“ und man spürte bald, dass dort viele Jugendliche zusammen kamen, die ihre Zukunft in die Hand nehmen und sich für eine bessere, gemeinsame Zukunft einsetzen. Großes Ziel der Tagung war ein gemeinsames Abschlussparlament auf die Beine zu stellen, bei dem diverse Arbeitsgruppen eigene Gesetzesvorschläge vorstellen und zur Abstimmung bringen sollten. Die Arbeitsgruppen hatten als Schwerpunktthemen die fünf sogenannten „P“s – peace, poverty, people, prosperity, planet – der ONU. Am Sonntag fand dann das Abschlussplenum statt und tatsächlich wurde eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die sehr zukunftsträchtig klang. Es war gelebte Demokratie und man hatte den Eindruck, Politik nicht nur den oberen Wenigen zu überlassen, sondern etwas bewirken und in Gang bringen zu können. Nach neun Stunden waren die Schüler und ihre Begleitlehrerin wieder zurück in Tübingen, erschöpft, aber auch beseelt von so vielen Eindrücken und guten Begegnungen.

Jetzt heißt es weiterzumachen und das Projekt nächstes Jahr in die dritte Runde zu schicken. Wir freuen uns darauf!

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Von: Pia Traeger-Silva