Sie sind hier: Home / News-Einzelansicht

News-Einzelansicht

Im wilden Germanien

Unsere Lateiner erkundeten den Limes.

In der Exkursion des Lateinkurses 17/18 (Koop mit der GSS) drehte sich – natürlich – alles um die Römer. Genauer gesagt, um eines ihrer größten Werke: Den Obergermanische Limeswall, eine als Palisaden gebaute Grenze des römischen Reiches zu dem der Germanen.

Da der Limes (Lat.: Grenze – und ja, daher kommt auch der mathematische Begriff) in „Obergermanien“ ca. 550km lang ist, beschränkten wir uns auf einen kleinen Teil nahe Koblenz:

Am ersten Tag wanderten wir von Arzbach-Bierhaus zurück zur Jugendherberge in Bad Ems, von der wir mit dem Bus gekommen waren.

Begleitet wurden wir dabei von Herrn Jürgen Eigenbrod, einem älteren Herrn (der sich jedoch als fitter erwies als manche jüngeren Alters), der schon längere Zeit in Bad Ems lebt und einen großen Teil seiner Zeit der Errichtung und Instandhaltung der Info-Tafeln und Denkmäler zu diesem Limesabschnitt widmet, und dementsprechend viel Expertenwissen vermitteln konnte.

Am zweiten Tag brachen wir von der Jugendherberge aus auf. Nach dem etwa 25 km langen Weg zum Kleinkastell Pohl konnten wir eine wirklich anschauliche Führung mitmachen. Bis wir jedoch dort waren, genossen wir bei bestem Wanderwetter die schöne Landschaft des Taunusgebirges, kamen an teilweise rekonstruierten Wachtürmen vorbei, spielten Römerspiele und sahen die Traumweiden eines jeden Weidetiers.

Am dritten und letzten Tag besichtigten wir das kleine Limesmuseum und das Städtchen der Bad Emser, das viele aufgrund der prächtigen Häuser und nahezu leeren Straßen an einen verlassenen Urlaubsort erinnert hat.

Gelernt haben wir viel, wenn auch wir Schüler uns (leider) nicht alles behalten konnten. Was wir jedoch noch wissen, sind drei Dinge.

Erstens: Gerade der neuen Wege wegen ist es ist nicht schlimm, wenn man sich verläuft (außer natürlich, einem tun die Füße weh).

Zweitens: Wandern ist doch gar nicht so langweilig. Es macht einen unheimlich klaren Kopf, und wenn man im Wald Spuren von Tieren entdeckt, wird die ganze Wanderung für alle zum Suchspiel.

Und drittens: Allein für diese Exkursion mit Frau Löffler und Herrn Graf hat es sich allemal gelohnt, Latein weiterzumachen!

Zurück zur Übersicht

Von: Yara Remppis, K2