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Lautes Musizieren - leises Versöhnen

"F 6" erzählte Neuntklässlern musikalisch von der Situation der Roma in der Slowakei.

„Jeden, dvoika, tri, štyri“ („eins, zwei, drei, vier“) -  Die Mitglieder der Musikgruppe „F 6“  heizten uns mächtig ein. Die Band aus dem Osten der Slowakei, erzählte den Neuntklässlern am CSG im Rahmen des Ethikunterrichts von Fr. Theinl und des katholischen Religionsunterrichts von Fr. Bachhofer, dass Roma als ethnische Minderheit in ihrer Heimat angefeindet und marginalisiert werden. Sie leben oft abgeschieden und ärmlich. Sie zählen, seitdem der Kapitalismus Einzug gehalten hat, zu den Verlierern: Ihre traditionellen Arbeitsplätze sind weggefallen, die Arbeitslosigkeit ist hoch. Den Musikern gelang es aber, dieses bedrückende Thema leichtfüßig zu vermitteln. Für uns schwer vorstellbar, aber allein ,dass Roma und Slowaken zusammen zur Schule gehen und seit nunmehr 10 Jahren gemeinsam musizieren, ist ein Meilenstein. Typisch für die Kultur der Roma: fröhliche, schnelle Rhythmen, ohne Noten gespielt und alle wurden zum Mittanzen animiert. Sorry an alle, die um uns herum Unterricht hatten!

Herr Schumann von „Renovabis“ schlug  uns vor, als Feriengast oder als FSJler in die kaum bekannte Slowakei zu reisen, die ersten vier Vokabeln haben wir ja bereits gelernt! Nach dem Konzert hatten alle noch Zeit, bei einem kleinen Imbiss mit der Band ins Gespräch zu kommen. Toleranz, Versöhnung und interkulturelle Annäherung, sehr sperrige Begriffe ,doch sie wurden an diesem Morgen erfahrbar. Ausgrenzung aufgrund von Herkunft, so die einhellige Meinung zumindest bei unseren Schülern, ist kein Thema mehr. Toll, dass sich Schule so aufgeschlossen zeigt!

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Von: Theinl/Bachhofer