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Kulturabend am Carlo

Island, Irland und selbstgeschriebene Lyrik standen im Zentrum des wunderbaren Abends.

Wer am Freitag, den 4. Mai weit nach Schulschluss noch in die Schule gekommen wäre, hätte sich wahrscheinlich gewundert, eine Gruppe Schüler anzutreffen, die fleißig Klassenzimmer und Gänge mit Plakaten und Flaggen verzierten. Warum wir also da waren? Wir, also die Kulturstarter, bereiteten den finalen Schritt unseres ersten eigenständigen Projektes vor: den allerersten Kulturabend am Carlo.

Um zu verstehen, wie es dazu gekommen war, muss man in den Oktober letzten Jahres zurückgehen: Damals verbrachten wir, fünf Schüler aus der K1, drei Tage in der Jugendherberge in Stuttgart, wo wir eine Ausbildung zu Kulturstartern machten, die das LKJ anbietete. Kulturstarter, dass sind Schülermentor*innen für kulturelle Jugendbildung und unser Ziel ist es, mehr Kultur an unsere Schule zu bringen, indem wir ein eigenes Projekt auf die Beine stellen und anderen, inklusive zukünftigen Generationen von Kulturstartern am Carlo, dabei helfen, dies ebenfalls zu tun. Bei der Ausbildung lernten wir Einiges über die verschiedenen Kulturangebote in unserer Region, was man beachten muss, wenn man eine eigene Veranstaltung plant, und durften uns in Workshops auch selbst ausprobieren. Dabei im Fokus stand aber vor allem die Durchführung unseres eigenen Projektes, und am letzten Tag der Ausbildung begannen wir fleißig zu brainstormen. Unsere Idee: Ein Kulturabend, an dem wir mehrere Länder vorstellen und den Besuchern deren Kultur durch verschiedene Angebote näher bringen wollen. Als Länder wählten wir Island und Irland – zwei Länder, die interessieren, über die man aber dennoch für gewöhnlich nicht allzu viel weiß. Als wir zurück in Tübingen waren, begannen wir bald zu planen und nach mehreren Monaten regelmäßiger Treffen und Terminen mit hilfsbereiten Unterstützern war es am 4. Mai schließlich so weit.

Als die ersten Gäste kamen, hatten wir gerade fertig aufgebaut. Die Räume der Gänge 0.01-0.09 und 1.01-1.09 luden mit Ausstellungsräumen zu verschiedenen Themen ein – die dafür verwendeten Plakate hatten wir am Beginn der Woche eigenhändig an einem Workshoptag in der Schule hergestellt. Die Informationen reichten von kuriosen Fakten über das jeweilige Land bis hin zu Literatur, Geschichte oder Politik. Nach der kurzen Begrüßung im Foyer fanden in einigen Räumen auch Vorträge sowie ein kleiner isländischer Sprachkurs statt. Simultan spielte im Foyer die Band Folkabroad traditionelle Musik – und damit die kulinarische Repräsentation nicht zu kurz kam, wurden von der K1 und der 8a landestypische Speisen und Getränke angeboten.

Eineinhalb Stunden nach Beginn ging das Programm dann zum zweiten Teil des Abends über: Denn in Kooperation mit dem Kulturabend fand gleichzeitig der zweite Poetry Slam am Carlo statt, den ein Team von Schülern aus der K1 gemeinsam mit Frau Kopp organisiert hatte. Das Motto dieses Jahr war – passend zu den Ländern des Kulturabends – "Inseln". Wir freuten uns dieses Jahr über mehr Teilnehmer als im letzten, die wieder tolle Texte von lustig bis nachdenklich und berührend vortrugen und damit das Publikum unterhielten. Eine Neuerung dieses Jahr war, dass die Preisverleihung in zwei Kategorien stattfand: 8te bis 9te Klasse und 10te bis K2. Drei Special Guests aus dem Lehrer-Kollegium, die außer Konkurrenz auftraten, rundeten das Programm ab.

Auch wenn nicht so viele Leute gekommen sind, wie wir uns erhofft hatten, war der Abend doch ein Erfolg und beide Orga-Teams freuten sich über den mehr oder weniger reibungslosen Ablauf. Wir hoffen, dass allen, die da waren, der Abend gut gefallen hat und sie vielleicht mit ein bisschen mehr Wissen über Island und Irland herausgegangen sind und möchten uns nocheinmal bei allen ganz herzlich bedanken.

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Von: Diana Nowicki