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Kalifornier in Tübingen

Rückbesuch voller Highlights - ein Schülerbericht.

Nach zwei Monaten langen Wartens konnten einige von den deutschen Austauschschülern unsere

amerikanischen Freunde am Stuttgarter Flughafen wiedersehen. Da leider nur sieben Schüler aus

Amerika nach Deutschland gekommen sind, konnte auch nur die Hälfte der deutschen Schülern, die

am Austauschprogramm beteiligt waren, einen Amerikaner bei sich aufnehmen. Jedoch kamen die

Amerikaner mit fünf betreuenden Personen, von denen einige auch in Familien aus dem Carlo

untergebracht worden sind.

Gleich nach der Ankunft ging es mit dem Gast nach Hause. Eine Eingewöhnungszeit gab es kaum,

da es abends in den Neckarmüller ging und wir uns mit allen, die am Austausch beteiligt waren,

trafen. Darunter waren auch Mitschüler, die mit in Amerika waren, jedoch leider keinen

Austauschpartner hatten. Man unterhielt sich oder spielte Spiele, bis es dunkel wurde. Zum Glück

stand das Wochenende bevor, an dem unsere Gäste Freizeit mit ihren Gastfamilien hatten. Wir

unternahmen etwas, zum Beispiel ging eine große Gruppe von Gastfamilien am Samstag in den

Waldseilgarten Herrenberg und traf sich am Sonntag in Tripsdrill wieder.

Nach dem ereignisreichen Wochenende ging es am Montag regulär in die Schule. Sicherlich etwas

Neues für unsere Gäste, da sie einen familiären und strengen Umgang mit Lehrern gewohnt sind.

Auch anders ist, dass man in Amerika nur fünf Fächer hat und der Stundenplan daher jeden Tag gleich

aussieht. Die Lehrer in dort gehen strenger, jedoch auch sehr freundschaftlich mit den Schülern um.

Nach 6 Stunden Unterricht machten wir einen Ausflug mit Frau Lewis zu der Gehr-Backstube, wo

uns das Brezel-Backen vom Chef persönlich beigebracht wurde. Nicht nur für die Amerikaner eine

Wissensbereicherung, sondern sicherlich auch für den Großteil von uns deutschen Schülern.

Am nächsten Tag ging es gleich mit einem Tagesausflug nach Stuttgart weiter. Mit dem Zug fuhren

wir morgens hin und mit der S-Bahn zum Marienplatz, wo wir etwas Zeit bekamen, um uns einen

kleinen Vormittagssnack zu kaufen, beispielsweise Eis. Dort verabschiedeten wir auch Lea und ihre

Familie. Lea ist die Deutschlehrerin in St.Paul's, die bereits am Carlo gearbeitet und den Austausch

mit organisiert hatte. In Stuttgart wollte sie die restliche Zeit mit Kindern und Mann bei ihren Eltern

verbringen. Anschließend fuhren wir mit der Zacke in Richtung Degerloch, stiegen jedoch davor

aus, um die Aussicht über Stuttgart zu genießen und ein Gruppenfoto zu schießen. Frau Kopp führte

uns herum. Im Anschluss wanderten wir einen Weinberg Richtung Stadt hinunter und gelangten mit

der S-Bahn in das Stadtzentrum, wo wir ein paar weitere Fakten über Stuttgart erzählt bekamen,

während wir in Richtung Zentrum liefen. Dort gab es Zeit die Stadt mit unseren Gästen und

Freunden in kleinen Gruppen zu erkunden. Nach einigen Stunden trafen wir uns wieder am selben

Punkt. Jeder war Essen und ein Großteil auch einkaufen. Erschöpft und zufrieden traten wir die

Heimreise an.

Der darauf folgende Tag war ein regulärer Schultag mit Freizeit nach der Schule.

Am Donnerstag ging es mit einem Ausflug zu Ritter Sport weiter. Wir fuhren gemeinsam mit Frau

Linke nach Waldenbuch. Dort machten wir einen Workshop zur Herstellung der Schokolade und

fertigten selbst zwei Tafeln Schokolade an. Das Beste daran war, dass wir den Abfall an Schokolade

essen durften und die Schokolade auch am Ende mitnehmen konnten. Den Spielzeug-LKW fahren

zu lassen und einige Täfelchen zu genießen, durfte natürlich nicht ausgelassen werden. Und nicht zu

vergessen das Einkaufen in dem fabrikeigenen Ritter Sport Laden.

Anschließend hatten wir die Möglichkeit mit dem Bus zurückzufahren und in Bebenhausen

auszusteigen, um dort mit Frau Yasin das Kloster anzusehen. Einige von uns ergriffen diese

Möglichkeit und bestaunten das historische Denkmal zusammen mit ihren Austauschpartnern.

Der Freitag verlief ruhig, da es ein regulärer Schultag war. Nach der Schule hatten wir Freizeit bis

Montag, in der es wieder genug mit unseren Austauschpartnern zu unternehmen gab.

Am Montag starteten wir erholt für einen weiteren Tagesausflug auf die Burg Hohenzollern. Mit

dem Bus fuhren wir nach Zimmern und wanderten von dort aus mit Frau Kopp, die wiederholt die

Rolle eines Touristenguides übernahm, und den amerikanischen Erwachsenen als Aufsichtspersonen

in Richtung Burg. Kurz darauf machten wir eine Pause, aßen unser Vesper und spielten etwas

Fußball, bei einem schönen Blick auf die Burg. Auf der Hohenzollern angekommen, tranken oder

aßen wir etwas und hatten Zeit, bis die englische Führung begann. Wir wurden von einer Führerin

der Burg durch das alte Gemäuer und auch in die Schatzkammer geführt. Danach wanderten wir

einen anderen Weg herunter und fuhren dann mit einem Bus zum Bahnhof und von dort aus nach

Tübingen.

Der Dienstag war der letzte Tag in der Schule für unsere Gäste. Nach dem Unterricht ging es erst

einmal nach Hause, bis wir uns alle beim Grillfest wiedersahen. Da es kurz vor der vereinbarten

Uhrzeit stark regnete, verlegte Familie Fleck das Grillfest spontan in ihre Garage, da das

Wildgehege in Entringen kein angenehmer Ort bei Regen gewesen wäre. Die Nachricht des

Ortswechsels erreichte glücklicherweise jeden, sodass wir uns im kurz darauf sonnigen Breitenholz

trafen. Wir genossen das Gegrillte, spielten Fußball und hatten alle noch einmal eine schöne Zeit

miteinander. Zum Ende gab Frau Kopp das Ergebnis einer Fotorallye durch Tübingen bekannt und

verteilte Preise, wie zum Beispiel Kinderschokolade und „I love Tübingen“ Sticker. Danach bekam

jeder Schüler noch ein Eis und es fing an zu regnen. Zuletzt mussten wir uns voneinander

verabschieden, da die Austauschpartner am nächsten Morgen von unseren Eltern nach Stuttgart

gebracht wurden, während wir in die Schule gehen mussten.

Es war eine sehr kurze, jedoch auch sehr intensive Zeit, die uns allen sehr viel Spaß und Freude

bereitet hat. Hoffentlich konnten wir unseren Gästen einen kleinen Einblick in unser Leben geben

und ihnen unsere Kultur ein wenig näher bringen. Abschließend möchte ich mich bei Frau Kopp im

Namen aller am Programm teilnehmenden Schülern für die Organisation und die Umsetzung des

abwechslungsreichen Programms bedanken und auch bei Lehrern, wie Frau Lewis und Frau Linke,

die bei den jeweiligen Ausflügen auf uns Acht gegeben haben.

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Von: Adrian Dietzsche, 9a