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Doppelter Erfolg mit Latein

Zwei erste Preise im Landeswettbewerb Alte Sprachen

Judith Dohm und Arne Rössner, beide K1, beide im Neigungsfach Latein, haben jeweils einen ersten Preis in der ersten Runde des Landeswettbewerbs Alte Sprachen der Stiftung „Humanismus heute“ gewonnen - damit sind sie eingeladen, an einer Seminarwoche in Neresheim und an der 2. Runde des Wettbewerbs im Mai teilzunehmen. Herzliche Glückwünsche!

Beide haben als Wettbewerbsbeiträge eine wissenschaftliche Arbeit geschrieben: Judith hat unter dem Titel „Princeps im Zwielicht“ verglichen, wie Kaiser Augustus bei Seneca und Tacitus bewertet wird. Neben der detaillierten sprachlichen Untersuchung und einer Annäherung an einen der großen Staatsmänner des antiken Roms hat es ihren Blick für die Deutungshoheit geschärft, also wie unterschiedlich politische Entscheidungen damals und heute von unterschiedlichen Personen bewertet werden - eine Fähigkeit, die grundlegend für mündige Bürgerinnen und Bürger ist.

Arne hat der „Entstehung staatlicher Ordnung“ nachgespürt in Werken von Lukrez und Cicero. Während beide Autoren ähnliche Annahmen haben über den Grund, warum sich Menschen zu Staaten zusammengeschlossen haben, kommen sie zu völlig unterschiedlichen Schlussfolgerungen, die sich daraus ergeben und die auch heute noch zu finden sind: Sollte das Gemeinwohl vor persönlichen Interessen stehen, oder kann man Glück und Zufriedenheit auch in unpolitischem Umfeld, z.B. durch ehrenamtliches Engagement erlangen?

Beide Arbeiten zeigen auch, wie spannend die Beschäftigung mit der Antike ist, und wie aktuell viele Themen der alten Meister sind, die seit zwei Jahrtausenden überliefert und mit großer Begeisterung gelesen werden - auch von uns.

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Von: Löffler