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Beruf und Studium

Du studierst - wir zahlen

Stipendiaten der Begabtenförderungswerke stellten der K2 ihre Stiftungen vor - und wie man an ein Stipendium kommt.

Zu Beginn galt es allerdings zu klären, welche Studienmöglichkeiten es überhaupt gibt und was ein Studium alles kosten kann. Je nach Studienort und ob man noch bei den Eltern wohnen kann oder nicht kommen hier schnell zwischen 450 bis 1.000 Euro pro Monat zusammen. Schließlich muss das WG-Zimmer bezahlt werden, man muss Essen und Trinken und einige Arbeitsmaterialien und Bücher braucht man natürlich auch. Zur Finanzierung kann man eventuell BaföG bekommen oder einen Studienkredit aufnehmen. Eine noch bessere Möglichkeit der Studienfinanzierung bietet aber Stipendien. Diese unterstützen Studierende in der Regel mit einem monatlichen Geldbetrag und meist auch mit einer ideellen Förderung, beispielsweise in Form von Sommerakademien, Sprachschulen oder einem breiten Seminarangebot.

In Deutschland gibt es rund 1.300 Stipendienprogramme, manche davon sind zwar sehr speziell, doch vielen fehlen sogar Bewerber. Nur zehn Prozent aller Studenten beschäftigen sich überhaupt mit einer Bewerbung auf ein Stipendium und nur fünf Prozent beziehen ein solches. Dabei gäbe es noch deutlich mehr Mittel und somit könnten deutlich mehr Studierende gefördert werden.

Einige Schülerinnen und Schüler werden aber Erstakademiker sein, d.h. die ersten ihrer Familie, die eine Hochschule besuchen. Hier kann man schnell den Überblick verlieren und gleichzeitig gibt es niemanden, der einem innerhalb der Familie helfen kann. Deshalb wurde auch das Senkrechtstarter-Programm der Konrad-Adenauer-Stiftung vorgestellt. Hier können sich die Schülerinnen und Schüler eintragen und bekommen einen passenden Buddy zur Seite gestellt. Die Buddys sind Studierende, die den Senkrechtstartern gerne einmal die Uni und den Campus zeigen, Studiengänge besser erklären, als es das Papier kann oder andere offene Fragen klären, die im Studien-Dschungel auftreten können. Senkrechtstarter ist dabei ein ideelles Programm, welches mehr Erstakademiker an die Unis bringen möchte. Natürlich können aber auch Nicht-Erstakademiker auf die Buddys zukommen und Hilfe erfragen.

Um mit einigen Mythen rund um Stipendien aufzuräumen und die größeren Stiftungen vorzustellen, kamen danach Stipendiatinnen und Stipendiaten der Hans-Böckler-Stiftung, des Avicenna Studienwerks, vom evangelischen Studienwerk Villigst, von der Heinrich-Böll-Stiftung und von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Nacheinander informierten sie die interessierten Schülerinnen und Schüler des diesjährigen Abijahrgangs über die einzelne Stiftung, deren Vorzüge und den Bewerbungsprozess. Natürlich kam auch die ein oder andere Anekdote dabei nicht zu kurz. Durch die kurzen Vorträge konnte mit einigen Vorurteilen aufgeräumt werden. Für ein Stipendium braucht es kein 1,0er Abitur und man muss auch nicht Vorsitzender von 20 verschiedenen Vereinen sein. Es kommt immer auf das Gesamtpaket an und jeder Bewerber wird als Individuum betrachtet.

Der Auswahlprozess der Stiftungen sieht in der Regel eine schriftliche Bewerbung vor, nach der ein Gespräch, eine Auswahltagung oder Ähnliches mit Vertretern der Stiftungen folgt. Die Vertreter der Stiftungen rührten so auch die Werbetrommel und ermutigten die Abiturienten sich zu bewerben und sich nicht vom Aufwand abschrecken zu lassen. Denn eine Bewerbung lohnt sich auf jeden Fall und die Chancen auf ein Stipendium stehen gar nicht so schlecht.

Nach den Vorträgen konnten Fragen gleich an kleinen Infoständen mit den Stipendiaten der Stiftungen geklärt werden, die Schülerinnen und Schüler konnten mit den Vertretern ins Gespräch kommen und den ein oder anderen Flyer, Kugelschreiber oder Block mit nach Hause nehmen. Die Chance auf einen kurzen Austausch mit den Stipendiaten haben sich die Abiturienten nicht nehmen lassen und so konnten auch ganz individuelle Fragen geklärt werden oder eine erste Einschätzung zu den Erfolgschancen einer Bewerbung geklärt werden.

Das rege Interesse an der Veranstaltung und an den Stiftungen freute auch die Vertreter der einzelnen Stiftungen und so gibt es die berechtigte Hoffnung, dass die eine oder der andere des Abijahrgangs sich auf ein Stipendium bewerben und im besten Fall auch erhalten wird.

Mehr Infos zu allen Stipendienmöglichkeiten findet man unter www.stipendiumplus.de

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Von: Philipp Dürr